Sonderausstellungen

„Bombenwetter, Luftkrieg u. Sprache“

                        Ab dem 07. Mai 2021 bis 30.10.2021

Die Ausstellung basiert auf häufig genutzte Alltags-Begriffe und Redewendungen aus dem militärischen Sprachgebrauch, im speziellen der Luftstreitkräfte; oft unbewusst. Die neue Ausstellung zeigt in 24 Stationen Beispiele, woher Redewendungen kommen, die wir täglich verwenden und deren ursprüngliche Bedeutung wir oft nicht „auf dem Schirm haben“. „Regelmäßig verwenden wir Begriffe und Redewendungen des Militärs oder speziell der Luftstreitkräfte, und das oft unbewusst“, so Oberstleutnant Leonhardt. Über Jahrzehnte seien sie in die Umgangssprache eingeflossen und hätten dabei ihre Bedeutung, teils überraschend, teils absurd verändertet. Und ein Teil von ihnen habe auch mit der Historie des Luftwaffenmuseums, dem einstigen Flugplatz Gatow, zu tun.
Die Schautafeln erläutern etwa die Herkunft von Redewendungen  wie „am Boden zerstört“, „sich verfranzt haben“ oder „ein Blockbuster sein“. Vor den Toren des Hangars erinnert eine Schautafel neben einem Helikopter an den Ursprung der Bezeichnung „Helikopter-Eltern“, benannt nach dem seit 2020 im Duden verzeichneten Verb „helikoptern“. Im Hangar erläutert die Ausstellung anhand spannender und oft überraschender Objekte wie eine britische Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg, die Blockbuster genannt wurde und heute etwa große Filmerfolge oder so erfolgreiche Medikamente wie der Corona-Impfstoff von BioNTech bezeichnet. Eine andere Tafel erläutert die Ableitung des Ausdrucks „sich verfranzt haben“ von der aus dem Ersten Weltkrieg stammenden Bezeichnung „Franz“ für den Beobachter neben dem als „Emil“ bezeichneten Piloten im Flugzeug auf Feindflug. Leicht abzuleiten sind die Redewendungen vom „Blindgänger“ nach einer nicht gezündeten Bombe oder der „Schleudersitz“ als Risikojob benannt nach dem gleichnamigen Pilotensitz. Kurios vielleicht eher die Bezeichnung „Bullet Bra“ für einen Büstenhalter, der wegen ähnlicher Form nach einer Bombe benannt wurde und im Schaukasten neben einer solchen platziert ist. 
 
Über Jahrzehnte flossen sie in die Umgangssprache ein und veränderten dabei ihre Bedeutung – teils überraschend, teils absurd. Hierzu wurde die Ausstellung genutzt, etwas genauer hinzusehen und den scheinbar harmlosen Redensarten ihre ursprüngliche Bedeutung gegenüber zu stellen.



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„Was vom Krieg übrig bleibt – Blindgänger aus dem Bombenkrieg 1942-45“

Ab dem 30.06.2020 im Tower-Bereich

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„Die Geschichte des Flugplatz Gatow“

Hier wird die Geschichte vom Flugplatz-Gatow dargestellt, mit dem diesjährigen Schwerpunkt „70.Jahre Luftbrücke“ in Berlin.

Seit dem 10.Mai 2019 im Ausstellungshangar 3

 

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Ein Dackel namens Dakota
Erinnerungen an die Berliner Luftbrücke

        

Die Ausstellung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zerbrach der Konsens der vier Siegermächte für die Verwaltung ihrer Besatzungszonen in Deutschland rasch. Spätestens seit der Jahreswende 1947/48 wurde deutlich, dass zwischen der Sowjetunion im Osten und den USA im Westen ein neuer weltpolitischer Konflikt entstanden war, der über Jahrzehnte das politische Geschehen bestimmen sollte: Der Kalte Krieg.

Dieser Konflikt erreichte seinen ersten Höhepunkt im Sommer 1948. In Reaktion auf die Währungsreform (Einführung der D-Mark) in den Westzonen kappte die sowjetische Militärverwaltung am 24. Juni 1948 die Verkehrsverbindungen durch ihre Besatzungszone nach West-Berlin und auch die Stromversorgung der Westsektoren. Die Westmächte entschieden aber, weiterhin in West-Berlin zu bleiben und seine Bevölkerung auf dem Luftweg mit den notwendigen Gütern zu versorgen.

Mehr als ein Jahr, noch über das Ende der Blockade am 12. Mai 1949 hinaus, bildeten die Flughäfen Gatow und Tempelhof, zu denen später noch Tegel hinzukam, die Berliner Stützpfeiler der Luftbrücke. Über 2,1 Millionen Tonnen Güter, darunter insbesondere Lebensmittel und Kohle, wurden auf diese Weise transportiert – sogar mit Flugbooten, die auf der Havel wasserten. Von Gatow aus wurden auch Kinder, Kranke und Industrieerzeugnisse nach Westdeutschland ausgeflogen.

Die Ausstellung des Militärhistorischen Luftwaffenmuseum Flugplatz Berlin-Gatow zeigt fotografische Momentaufnahmen der Luftbrücke nach Gatow sowie Erinnerungsberichte britischer und deutscher Zeitzeugen. Dazu gehört auch die Geschichte eines Dackels, der seinen Namen nach dem Flugzeugtyp erhielt, mit dem die Luftbrücke gestartet worden war: Douglas »Dakota«.

Militärhistorisches Luftwaffenmuseum der Bundeswehr

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