Sonderausstellungen

Hier möchten wir Ihnen eine weitere, wenn auch kleinere Sonderausstellung, zum Herbst ankündigen. Vor 40 Jahren, also in der letzten Hochphase des Kalten Krieges, begegneten sich in Äthiopien Soldaten der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee (NVA). Lufttransportverbände beider deutscher Streitkräfte waren damals Teil einer großen internationalen Hilfsaktion. Dabei sollten die von einer extremen Hungersnot betroffenen Menschen auch in den entlegensten Gebieten aus der Luft versorgt werden. Die Ausstellung zeigt diesen Hilfseinsatz aus der Sicht beteiligter Soldaten – mit Bildmaterial, das bisher noch nie öffentlich präsentiert worden ist.

Prinzip Held* – Von Heroisierungen und Heroismen

Dokumentarausstellung vom 21. Juni bis 03. November 2024  im Ausstellungs-Hangar 5

Helden und Heldinnen werden nicht geboren, sie werden gemacht. Von genau denen, die einen Menschen, eine Tat oder ein Ereignis heroisieren, indem sie darüber bewundernd erzählen. Wie, wer oder was zum Helden oder zur Heldin wird, entscheiden also nicht die Heroisierten selbst, sondern Gesellschaften, die sie heroisieren. Was genau geschieht, wenn jemand von Heldinnen und Helden spricht und heroisiert?
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 948 an der Universität Freiburg hat in einem zwölfjährigen Forschungsprojekt Heroisierungen historisch und in der Gegenwart sozial, kulturell, politisch und international untersucht. Ein Ergebnis ist, dass neun Bausteine grundsätzlich bei Heroisierungen im Spiel sind. Die Ausstellung „Prinzip Held*“ nähert sich auf diesem Weg dem Phänomen: Heldinnen und Helden zeichnen sich weniger durch bestimmte Biografien aus, sondern vielmehr dadurch, dass sie unter anderem Grenzen sprengen, Maßstäbe versetzen, Kämpfe austragen, nach innen vereinen und nach außen abgrenzen – und für ein bestimmtes Publikum inszeniert werden. 

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Enthüllung der Gedenktafel für die „Operation Little Vittles“

Der als Urheber der „Operation Little Vittles“ geltende US-Pilot der Berliner Luftbrücke Gail S. Halvorsen (1920-2022) wird auf einer Gedenktafel besonders gewürdigt werden.

Die Gedenktafeleinweihung ist aktuell im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum der Berliner Luftbrücke am 12. Mai 2024 auf dem Flughafen Tempelhof geplant und ab dann besichtbar.


Neue Sonderausstellung vom 28. Juni 2023 bis 12. Mai 2024

Blockierte Sieger – geteiltes Berlin:

75 Jahre Luftbrücke

28. Juni 2023 bis 12. Mai 2024 – Flugplatz Tempelhof 2023/24 jährt sich das eng mit der Geschichte Berlins verbundene Ereignis der «Berliner Luftbrücke» zum 75. Mal. Aus diesem Anlass zeigen das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr (MHM), das AlliiertenMuseum in Berlin und das Museum Berlin-Karlshorst am Flughafen Tempelhof die gemeinsam erarbeitete Sonderausstellung «Blockierte Sieger – geteiltes Berlin: 75 Jahre Luftbrücke»

Sonderausstellung im Towerbereich / Luftwaffenmuseum (MHM)

Im letzten Jahr erwarb das Luftwaffenmuseum (MHM) der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow ein Konvolut von Fotografien zur Berliner Luftbrücke (1948/49). Es umfasst rund fünfzig Motive, die auf dem Flugplatz Gatow aufgenommen wurden oder die einen direkten Bezug zur britischen Besatzungsmacht und der Royal Air Force haben, die von 1945 bis 1994 auf dem Flugplatz stationiert war. Zu jedem Foto existiert auch ein Negativ im Format 4×5 inch (10,2×12,7 cm), das in einem beschrifteten und datierten Papierumschlag aufbewahrt wird. Der Urheber oder die Urheberin der Fotografien ist nicht bekannt. Auch intensive Recherchen in den Fotoarchiven führten bisher zu keinem Ergebnis.
 
Das große Negativformat, die exakten  –wenn auch nicht immer zutreffenden–  Datierungen und Bildbeschriftungen, der offensichtliche Zugang zu offiziellen und inoffiziellen Presseterminen und Aufnahmeorten lassen vermuten, dass wir es hier mit einem Pressefotografen oder einer Pressefotografin zu tun haben. Dafür spricht auch die technische Qualität der Papierabzüge und der Fotonegative, die überwiegend scharf und gut belichtet sind. Manchmal wurde auch Blitzlicht verwendet, für das die damals teuren und schwer erhältlichen Blitzlichtbirnen benötigt wurden.
 
75 Jahre nachdem die hier gezeigten Aufnahmen der Berliner Luftbrücke gemacht worden sind, stellt sich also immer noch die Frage: Wer stand damals hinter der Kamera?

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„Was vom Krieg übrig bleibt – Blindgänger aus dem Bombenkrieg 1942-45“

-Beendet-

Ab dem 30.06.2020 im Tower-Bereich

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„Die Geschichte des Flugplatz Gatow“

Hier wird die Geschichte vom Flugplatz-Gatow dargestellt, mit dem diesjährigen Schwerpunkt „70.Jahre Luftbrücke“ in Berlin.

Seit dem 10.Mai 2019 im Ausstellungshangar 3

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Ein Dackel namens Dakota
Erinnerungen an die Berliner Luftbrücke

        

Die Ausstellung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zerbrach der Konsens der vier Siegermächte für die Verwaltung ihrer Besatzungszonen in Deutschland rasch. Spätestens seit der Jahreswende 1947/48 wurde deutlich, dass zwischen der Sowjetunion im Osten und den USA im Westen ein neuer weltpolitischer Konflikt entstanden war, der über Jahrzehnte das politische Geschehen bestimmen sollte: Der Kalte Krieg.

Dieser Konflikt erreichte seinen ersten Höhepunkt im Sommer 1948. In Reaktion auf die Währungsreform (Einführung der D-Mark) in den Westzonen kappte die sowjetische Militärverwaltung am 24. Juni 1948 die Verkehrsverbindungen durch ihre Besatzungszone nach West-Berlin und auch die Stromversorgung der Westsektoren. Die Westmächte entschieden aber, weiterhin in West-Berlin zu bleiben und seine Bevölkerung auf dem Luftweg mit den notwendigen Gütern zu versorgen.

Mehr als ein Jahr, noch über das Ende der Blockade am 12. Mai 1949 hinaus, bildeten die Flughäfen Gatow und Tempelhof, zu denen später noch Tegel hinzukam, die Berliner Stützpfeiler der Luftbrücke. Über 2,1 Millionen Tonnen Güter, darunter insbesondere Lebensmittel und Kohle, wurden auf diese Weise transportiert – sogar mit Flugbooten, die auf der Havel wasserten. Von Gatow aus wurden auch Kinder, Kranke und Industrieerzeugnisse nach Westdeutschland ausgeflogen.

Die Ausstellung des Militärhistorischen Luftwaffenmuseum Flugplatz Berlin-Gatow zeigt fotografische Momentaufnahmen der Luftbrücke nach Gatow sowie Erinnerungsberichte britischer und deutscher Zeitzeugen. Dazu gehört auch die Geschichte eines Dackels, der seinen Namen nach dem Flugzeugtyp erhielt, mit dem die Luftbrücke gestartet worden war: Douglas »Dakota«.

Militärhistorisches Luftwaffenmuseum der Bundeswehr

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