Die Geschichte des Museums

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Konzeption des Luftwaffenmuseums :
Das Museumswesen in der Bundeswehr soll Militärgeschichte nicht isoliert darstellen, sondern im Zusammenhang mit der geschichtlichen Gesamtentwicklung der jeweiligen Epochen. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf der militärischen Entwicklung in Deutschland seit 1945. So wird ein besonderes Gewicht auf die Geschichte der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee in ihrer Einbindung in die jeweiligen Bündnissysteme und auf dem Weg von der Konfrontation zur Herstellung der deutschen Einheit im Jahre 1990 gelegt.

Das Luftwaffenmuseum stellt die Geschichte der militärischen Luftfahrt und Luftkriegsführung in Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart dar und ordnet sie in den historischen Gesamtzusammenhang ein. Dies schließt die Behandlung der Luftkriegsoperationen gegnerischer Streitkräfte in den Weltkriegen gegen Deutschland und die Präsenz fremder Streitkräfte auf deutschem Boden nach 1945 ein.
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Geschichte des Luftwaffenmuseums:
Das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr verdankt seine Entstehung der Sammelleidenschaft eines Beamten der Bundeswehrverwaltung. 1957 hat der Regierungsamtmann Helmut Jaeckel am Luftwaffenstandort Uetersen begonnen, Ausrüstungsgegenstände von Soldaten der Wehrmacht zu sammeln. Das waren Uniformen, technisches Gerät, Orden und Ehrenzeichen. Erster Ausstellungsort war eine ausgediente Turnhalle auf dem Flugplatz Uetersen, die heute Marseille-Kaserne heißt. Um den mit dem Betrieb des Museums verbundenen Aufwand bewältigen zu können, wurde 1963 das „Kuratorium Luftwaffenmuseum e.V.“ gegründet. 1967 übernahm Oberstarzt Dr. Boecker die Leitung der Sammlung, die innerhalb der vergangenen zehn Jahre zu einem ansehnlichen Museum angewachsen war. Unter seiner Regie wurde die wehrtechnische Seite des Museums erweitert. Dazu gehörte die Übernahme einer Heinkel He-111 und einer Messerschmitt Bf-109 als Geschenk der spanischen Luftstreitkräfte. lwmuseum2Auch der Ausbau der Uniformsammlung machte in dieser Zeit große Fortschritte. Nach knapp weiteren zehn Jahren war das Museum mit über 15.000 Exponaten auf 5.000 qm nicht nur eines der größten seiner Art in Europa, es hatte damit auch einen Umfang angenommen, der den Fortbestand nur auf private Spendengelder gestützt nicht zuließ. Damit ließen sich weder die laufenden Betriebskosten decken noch größere Neuanschaffungen ermöglichen. Das Kuratorium bot der Bundeswehr das Museum daher als Schenkung an. Die Übernahme des Museums erfolgte offiziell 1987. Aus dem Kuratorium Luftwaffenmuseum wurde der „Förderverein des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr e.V.“, der heute in verstärkter Form das Museum in vieler Hinsicht berät und unterstützt.

Das Museum ist durch private Initiative enstanden, und es wird trotz staatlicher Trägerschaft nicht ohne das Engagement, sowie die Hilfe und Unterstützung des Fördervereins die ehrgeizigen Ziele erreichen. Nach der Wiedererlangung der Einheit Deutschlands begann die Dokumentation der Geschichte der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee und die Übernahme der entsprechenden Flugzeuge, technischen Geräte und Uniformen. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Exponate des Museums um etwa 70 % !

steinhoff_denkmalDie verfügte Verlegung des Museums von Uetersen nach Berlin-Gatow begann am 1. April 1995, sie wurde am 1. März 1996 abgeschlossen. In einer beispiellosen Aktion wurde der Bestand des Luftwaffenmuseums auf der Straße, auf der Schiene und auf dem Luftweg an den neuen Standort befördert. Die Verlegung des Luftwaffenmuseums wurde im Rahmen der Aus- und Weiterbildung des Instandsetzungs-, Transport- und Umschlagpersonals der Luftwaffe unterstützt, auch in Zusammenarbeit mit Transportkräften der anderen Teilstreitkräfte. 42 Techniker und 40 weitere Soldaten waren in Uetersen insgesamt 13.240 Stunden mit der Demontage der Flugzeuge und dem Verpacken des Materials beschäftigt. Mit 553 Lkw-Ladungen (plus 74 Anhängern) wurden 3030 t Material transportiert. 58 Flugzeuge wurden im Lufttransport in 199 Flugstunden von Hubschraubern als Außenlast nach Berlin geflogen. Mitten im Umzug öffnete das Museum am 23.September 1995 aus Anlaß des 40jährigen Bestehens der Bundeswehr am neuen Standort mit einer Sonderausstellung „Zur Geschichte der militärischen Luftfahrt in Deutschland 1886-1990“ seine Pforten. An dieser Eröffnungsfeier wurden etwa 40.000 Besucher gezählt. 1996 besuchten etwa 65.000 Luftfahrtinteressierte das neue Berliner Museum, 1997 waren es bereits 112.000 Besucher.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

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